- Rückblick auf ein erfolgreiches Aktienjahr 2025
- Börsen-Ausblick für 2026: Positive Fundamentaldaten überwiegen
- Goldpreis mit außergewöhnlichem Kursanstieg von mehr als 66 Prozent
2025 stand ebenso wie die beiden vorangegangenen Jahre im Zeichen stark steigender Börsenkurse.
Begleitet von einer lockeren Zinspolitik konnten die Aktienmärkte, allen voran die USA, dank hervorragender Unternehmensgewinne laufend neue Höchst-Stände „erklimmen“.
Die im Dezember zu Ende gegangene Berichts-Saison für das 3. Quartal weist in diesem Zusammenhang für den marktbreiten S&P 500-Index eine Steigerung von mehr als 13 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Quartal auf.
Auch für das 4. Quartal ist gemäß Analysten mit einem Anstieg im Bereich von rund zehn Prozent zu rechnen. Die entsprechenden Zahlen werden ab Ende Jänner im Rahmen der mehrwöchigen Earnings Season von den jeweiligen Gesellschaften veröffentlicht.
Für den europäischen Markt gibt es keine zentralen Daten, die Schätzungen zur aggregierten Gewinn-Zunahme für den Euro Stoxx 50 liegen bei etwa vier Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024.
Ungeachtet dieser geringeren Profitabilität konnte der Index der 50 größten Unternehmen der Euro-Zone allerdings eine Jahres-Performance inklusive Dividenden von über 21 Prozent erzielen, was ziemlich genau dem Ergebnis des technologie-lastigen NASDAQ 100-Index auf Dollar-Basis entspricht.
Insgesamt ist über das vergangene Börsenjahr folgendes zu sagen: Die europäischen Märkte konnten speziell in den ersten Monaten das Jahres massive Zuflüsse internationaler Investoren verzeichnen, die das tiefe Bewertungs-Niveau für gezielte Engagements nutzten.
Erst nach dem deutlichen Rücksetzer der Aktienmärkte Anfang April, als von Donald Trump eine umfassende Neugestaltung der amerikanischen Zoll-Politik verkündet wurde, sind erneut verstärkte Veranlagungen in den USA getätigt worden.
Bevorzugtes Anlage-Thema blieb auch diesmal wieder Künstliche Intelligenz, auch wenn zuletzt die Marktbreite deutlich zugenommen hat, was vor allem im Hinblick auf die hohe Konzentration von Tech-Titel am US-Markt als positiv zu werten ist.
Per Ende Dezember betrug dieser Anteil, der sowohl „Information Technology“ als auch große Teile von „Communication Services“ umfasst, an die 45 Prozent, womit dieses Marktsegment absolut dominant geworden ist und für den weiteren Verlauf der US-Börsen in jeder Hinsicht maßgeblich ist.
Mittlerweile ist dieses „Klumpen-Risiko“ auch von vielen Anlegern wahrgenommen worden, was nun zu verstärkten Re-Positionierungen bzw. dosierten Umschichtungen in unterbewertete Marktsegmente geführt hat.
Mit einer Gesamt-Performance von fast 18 Prozent liegt der S&P 500 damit nur knapp hinter dem Index NASDAQ 100. Wegen der relativ starken Abwertung des Dollars verringert sich jedoch die Wertentwicklung von US-Investments auf Euro-Basis signifikant.
Fundamental-Analyse für 2026
Was die Aussichten für das heurige Jahr betrifft, so hat sich von den makro-ökonomischen Rahmenbedingungen nur wenig geändert.
Die Geldpolitik der US-Notenbank sollte ab Mai unter einem neuen Fed-Vorsitzenden mit großer Wahrscheinlichkeit expansiv bleiben. Nach drei Zins-Senkungen in 2025 ist davon auszugehen, dass der neue Chairman eine Politik betreiben wird, die sehr auf Linie des „Weißen Hauses“ liegt und den Vorstellungen von Präsident Trump entspricht.
Fallende Zinsen wirken traditionell positiv auf Aktienmärkte, jedoch sollte in diesem Kontext nicht vergessen werden, dass dazu die Inflation in den USA nicht weiter steigen darf. Da nach dem Shutdown bis dato kaum relevante Inflationszahlen zur Verfügung stehen, ist erst im Laufe des jetzigen Quartals mit verlässlichen Werten zu rechnen. Die letzten aussagekräftigen Zahlen sind vom September und zeigen eine Teuerung von drei Prozent zum Vorjahres-Monat
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