Die 4 teuersten Fehler bei der Immobilienfinanzierung in Österreich – und wie Sie diese vermeiden

Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist für viele Menschen in Österreich ein bedeutender Meilenstein. Ob Eigentumswohnung, Hausbau oder Vorsorgeimmobilie – eine Immobilienfinanzierung ist meist die größte finanzielle Entscheidung im Leben.

Gerade im aktuellen Marktumfeld mit strengeren Vergaberichtlinien, höheren Zinsen und gestiegenen Eigenkapitalanforderungen ist eine durchdachte Wohnkredit-Finanzierung entscheidender denn je.

Doch genau hier passieren die teuersten Fehler. Eine Bau- oder Immobilienfinanzierung ist weit mehr als nur ein Kredit: Sie erfordert realistische Planung, ausreichend Eigenmittel, eine tragfähige monatliche Rate und einen fundierten Vergleich der Konditionen.

Die gute Nachricht: Wer die häufigsten Fehler kennt, kann sie gezielt vermeiden.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die vier häufigsten Stolperfallen bei der Immobilienfinanzierung in Österreich – und worauf es wirklich ankommt.


Fehler 1: Zu wenig Eigenkapital eingeplant

Eine 100-%-Finanzierung ist heute in Österreich kaum noch realistisch. Banken erwarten in der Regel 20 bis 30 Prozent Eigenkapital – abhängig von Objekt, Bonität und Einkommenssituation.

Eigenkapital ist dabei weit mehr als nur eine Zugangsvoraussetzung. Es beeinflusst maßgeblich:

  • die Zinshöhe
  • die monatliche Kreditrate
  • die Laufzeit
  • die Wahrscheinlichkeit einer Kreditzusage

Je höher der Eigenmittelanteil, desto stabiler und günstiger wird die Finanzierung.

Unser Tipp:

Wenn aktuell noch nicht ausreichend Eigenkapital vorhanden ist, lohnt sich ein strukturierter Vermögensaufbau vor dem Immobilienkauf. Eine professionelle Finanzierungsberatung bei einer Vermögensberaterin bzw. einem Vermögensberater Ihres Vertrauens kann helfen, einen realistischen Zeitplan zu entwickeln und mögliche Förderungen oder Optimierungspotenziale frühzeitig zu berücksichtigen.

Fehler 2: Die monatliche Rate zu optimistisch berechnet

Viele zukünftige Eigentümer:innen konzentrieren sich bei der Immobilienfinanzierung ausschließlich auf die Kreditrate. Dabei wird oft übersehen, dass neben dem Wohnkredit zusätzliche laufende Kosten entstehen – von Betriebskosten über Instandhaltung bis hin zu Rücklagen für Reparaturen.

Gerade in Phasen steigender Zinsen oder bei veränderten Lebensumständen kann eine zu knapp kalkulierte Finanzierung schnell zur Belastung werden.

Eine solide Immobilienfinanzierung bedeutet nicht, „gerade noch“ leistbar zu sein – sondern langfristig stabil zu bleiben.

Unser Tipp:

Erstellen Sie vor Abschluss eines Wohnkredits eine realistische Haushaltsrechnung. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur fixe Ausgaben, sondern auch variable Kosten und zukünftige Veränderungen. Die monatliche Kreditrate sollte auch dann tragbar sein, wenn sich Ihre Lebenssituation einmal ändert.

Immobilienfinanzierung in Österreich richtig planen
Wer seine finanzielle Situation realistisch einschätzt, weiß, welche Immobilie langfristig leistbar ist.

Fehler 3: Kaufnebenkosten unterschätzt

Beim Immobilienkauf in Österreich fallen neben dem eigentlichen Kaufpreis erhebliche Nebenkosten an. Dazu zählen nicht nur offensichtliche Gebühren, sondern auch mehrere verpflichtende Abgaben und Vertragskosten.

In Summe können diese Ausgaben schnell 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen – ein Betrag, der häufig unterschätzt wird.

Wer diese Kosten nicht vollständig einplant, riskiert Finanzierungslücken und unnötigen Stress in einer ohnehin intensiven Phase des Immobilienkaufs.

Überblick über die gängigsten Kaufnebenkosten in Österreich:

  • Grunderwerbsteuer (in der Regel 3,5 % des Kaufpreises)
  • Grundbucheintragungsgebühr (1,1 % für das Eigentumsrecht)
  • Kosten für Notar oder Rechtsanwalt (Vertragserrichtung und Treuhandschaft)
  • Maklerprovision (falls ein Immobilienmakler involviert ist)
  • Kosten für die Eintragung des Pfandrechts bei Finanzierung
  • Schätz- oder Bewertungskosten der Bank
  • gegebenenfalls Finanzierungsnebenkosten oder Bearbeitungsgebühren

Je nach Objekt, Bundesland und Finanzierungsgestaltung können einzelne Positionen leicht variieren – in der Gesamtsumme bleiben sie jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Immobilienfinanzierung.

Unser Tipp:

Planen Sie die Nebenkosten von Beginn an transparent in Ihre Gesamtfinanzierung ein. Idealerweise werden diese aus Eigenmitteln gedeckt. Eine vollständige Kostenübersicht schafft Sicherheit – sowohl im Bankgespräch als auch im gesamten Kaufprozess.

Fehler 4: Kein Vergleich der Kreditangebote

Viele wenden sich bei der Immobilienfinanzierung ausschließlich an ihre Hausbank. Doch Zinssätze, Laufzeiten, Rückzahlungsmodelle und Bonitätsbewertungen unterscheiden sich teilweise erheblich von Institut zu Institut.

Gerade bei langfristigen Wohnkrediten kann ein minimaler Zinsunterschied über die Laufzeit hinweg mehrere Zehntausend Euro ausmachen.

Eine professionelle Finanzierungsstrategie berücksichtigt daher nicht nur ein Angebot – sondern den Markt.

Unser Tipp:

Setzen Sie auf eine unabhängige Finanzierungsberatung mit strukturiertem Bankenvergleich. Unterschiedliche Kreditinstitute bewerten Einkommen, Sicherheiten und Objektarten verschieden. Ein Vergleich schafft Transparenz – und kann Ihre Finanzierung nachhaltig verbessern.


Fazit: Eine gute Immobilienfinanzierung ist kein Zufall

Der Kauf einer Immobilie in Österreich ist ein bedeutender Schritt – emotional wie finanziell. Umso wichtiger ist es, die Finanzierung langfristig tragfähig zu gestalten.

Wer ausreichend Eigenkapital aufbaut, realistisch kalkuliert, Nebenkosten berücksichtigt und Kreditangebote professionell vergleichen lässt, schafft die Grundlage für eine stabile und leistbare Zukunft.

Mit dem richtigen Finanzierungskonzept für Ihre Immobilie kann der Traum vom Eigenheim zur nachhaltigen Realität werden– nicht zur dauerhaften Belastung.


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